Spüre deinen Atem
Doreen Petzold | 06.05.24

Mein Sohn zeigte mir neulich nach einem KiTa-Ausflug in den Wald, was er Neues gelernt hat: "Mama, wenn sich eine Biene auf deine Nase setzt, dann musst du ganz ruhig atmen und mit deiner Hand sehr langsam die Biene von der Nase wegschieben. Das beruhigt die Biene, weißt du?" Wie schön, dass sich dann auch das Kind beruhigt, dachte ich mir und musste schmunzeln. Er hatte etwas sehr Wichtiges intuitiv begriffen: Ist dein Atem ruhig, bist du ebenfalls ruhig und entspannt.

 

Nicht umsonst starten viele Entspannungsübungen, jede Yoga-Session oder andere Stressbewältigungsprogramme genau so: Mit dem Beobachten des Atems. Und auch im hektischen Alltag kann eine kleine Einheit bewusstes Atmen jedem sehr gut tun.

 

Warum ist das so?

 

Dein Atem signalisiert dir, wie es dir geht und inwiefern du innerlich angespannt bist. Bist du gerade in einer stressigen Phase, verändert sich auch deine Atmung. Du atmest weniger in den Bauch, dafür mehr in die Brust. Dein Atem ist flacher und schneller. Dein Körper ist bereit für Flucht oder Kampf. Da diese körperlichen Mechanismen autonom und damit unbewusst ablaufen, spürst du meist erst einige Zeit später, dass du in Alarmbereitschaft bist.

 

Bewusstes Wahrnehmen der Atmung und gezielte tiefe Atemzüge können deinem Körper dann helfen, wieder aus der Stressreaktion auszusteigen.

Diese kleinen Atempausen schulen zudem deine Wahrnehmung:

 

  • Wie ist deine Atmung? Lege dafür deine Hand zunächst auf deinen Bauch und dann im Vergleich auf deine Brust. Wie fühlt sich das an? Wo ist mehr Bewegung zu spüren?
  • Wie liegt deine Zunge im Mund? Liegt sie locker im Mundraum oder ist sie an den Gaumen gepresst? Lasse deine Zunge ganz bewusst locker, entspanne dabei deinen Unterkiefer.
  • Wo befinden sich deine Schultern? Ziehe deine Schultern ganz bewusst zu den Ohren, dann lasse sie nach hinten unten fallen. Spüre nach, wie sich deine Schultern anfühlen.
  • Beobachte erneut deine Atmung: Atme mit geschlossenen Augen dreimal tief in den Bauch ein und langsam wieder aus. 
  • Du kannst die Wirkung noch verstärken, indem du zusätzlich die Aus-Atmung verlängerst: Zähle bis 4 bei der Einatmung, halte kurz inne, und atme dann mit 6-8 Zähleinheiten aus.

 

Die tiefe Bauchatmung senkt schon nach kurzer Zeit den Blutdruck, löst Verspannungen und baut neue Energiereserven auf.

 

Probiere es doch gleich aus!

#Atem #Entspannung #Gesundheit #Balance

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